Beschreibung
(PDF) Leseprobe Der Brunnen – Kapitel 4 … Begegnungen
Geschätzte LeserInnen!
Vermutetes in einem fundiert historischen Rahmen einzubetten muss der viel gelobten „freien Meinungsäußerung“ gestattet sein!
Es bietet Gelegenheit, das Historische in Erinnerung zu rufen und zu behalten, vor allem für die Nachkriegsgenerationen attraktiv zu machen, ohne die Geschichte zu verfälschen.
Meine Generation ist wohl die letzte, die die Geschichte am Rande des großen Weltgeschehens noch im Gespräch der Zeitzeugen erfahren darf. Umso mehr hat sie die Verantwortung, diese Erfahrungen für unsere Kinder und Kindeskinder zu archivieren, damit alle darauf lernen.
Die „große Geschichte“ ist tunlich konserviert und damit der Nachwelt jederzeit zugänglich. Die „regionale Geschichte“ schlummert in ihren Details vielleicht in Gemeindearchiven und wartet auf ihre Entdeckung durch Interessierte wie Erwin Zeinhofer, ruht aber oft nur mehr in den Köpfen von Zeitzeugen.
Warum sind diese schweigsam? Endlich einem einen „Deckel“ auf die tragische Vergangenheit zu legen, ist ein verständliches Ansinnen. Genauso legitim muss es jedoch sein, ethische Fragwürdiges mehr als ein dreiviertel Jahrhundert später anzusprechen. Dies ohne Vorwurf an die Schweiger und an die seinerzeitigen Akteure zumal es für meine Generation unmöglich ist, das Damalige aus der Sicht des „kleinen Mannes“ auch nur annähernd richtig zu beurteilen.
Erwin Zeinhofer liefert die belegten Fakten, Rupert Hörbst die Illustrationen.
Ich versuche, mit einer erfundenen Rahmenhandlung Vermutungen aufzuzeigen, die keineswegs der puren Phantasie entspringen. Das Bewegende während meiner Recherchen in diesem pandemischen Jahr ist, dass ich – obwohl regionalgeschichtlich durchaus interessiert – in meinen fast vierzig Jahren in Pregarten kein Sterbenswörtchen von den geschilderten Ereignissen erfahren habe. Bis mir Dr. Roland Muxeneder einmal sagte: „Das weiß eh jeder Pregartner meiner Generation!“ Die nächste weiß es nicht mehr und „fährt trotzdem drüber…“
Der Brunnen mag nicht Mittelpunkt des Geschehens sein, Symbol ist er allemal…
Danke an Erwin Zeinhofer für den faktischen Teil des Buches, danke an Rupert Hörbst für den künstlerischen, danke an jene, denen ich mit meinen Fragen auf die Nerven gegangen bin, insbesonderee mit meinen betagten Schwiegereltern Emma und Franz Walch, Dr. Roland Muxeneder und etlichen anderen.
Ihr Sepp Schartmüller
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